Haram 

Geschichte einer marokkanischen Familie 

von Ad de Bont aus dem Niederländischen von Barbara Buri Regie: Yüksel Yolcu 

 
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Pressestimmen

 
 

Berliner Morgenpost

Regisseur Yüksel Yolcu inszeniert das Stück fürs Grips Theater als atmosphärisch dichtes, intensives Kammerspiel.

 

Oranienburger Generalanzeiger

Mit seinem Stück „Haram“ hat der niederländische Kinder- und Jugendtheaterautor Ad de Bont den Krieg der Kulturen in eine arabische Familie geholt.

Die Inszenierung leistet sich die Ehrlichkeit, dass es in den Spannungen zwischen Kulturen und Gesellschaften auch um Werte geht, die existentiell sind, und dass diese Brüche nicht von allen Menschen ausgehalten werden können. Diese nicht leicht zu akzeptierende Erkenntnis kommt auf der quadratischen Holzbühne von Ulv Jacobsen und in der Choreografie von Katja Keya Richter sowie in der musikalischen Begleitung durch Necati T. Șeren artistisch, in jeder Hinsicht sinnlich und zugleich berührend beim Publikum an.

 

Der Tagesspiegel

Um erst gar keine falschen Illusionen darüber aufkommen zu lassen, dass hier ein deutsches Jugendtheater in die islamische Welt einzutauchen versucht, bedient sich Yolcu eines wirkungsvollen Kunstgriffs: Zur Live-Gitarrenmusik von Necati Șeren wechseln die drei vorzüglichen Schauspieler Kathrin Osterode, Sebastian Achilles und Robert Neumann nicht nur szenenweise die Rollen von Vater, Mutter, Kindern, sondern stellen den Verwandlungsprozess auch offen aus.

Das Stück ist kontrovers, im besten Sinne. Es zeigt drei Kinder, die sich nicht für die Ehre, sondern für ihre Freunde in Holland interessieren. Einen überforderten Vater, der selbst unter dem Druck seiner Familie steht. Eine duldsame Mutter, die gelernt hat, ihre Gefühle zurückzunehmen. Dass man auch für die Eltern Verständnis entdeckt, ist die größte Leistung von Autor, Regie und Schauspielern.

 

zitty

In der Grips-Inszenierung wechseln die hervorragenden Schauspieler ständig die Rollen und damit die Perspektive. Die Mischung aus epischer Distanzierung und kurzen Szenen ganz nah an den Gefühlen der Jugendlichen geht bestens auf. Es werden weder der Islam modisch verdammt, noch die Probleme mit Multikulti-Sauce übergossen. Ende gut, viele Fragen nicht gelöst. Richtig so.