Rosa 

Schauspiel mit Musik 

von Volker Ludwig und Franziska Steiof Musik: Thomas Zaufke Regie: Franziska Steiof 

 
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Pressestimmen

 
 

Stuttgarter Zeitung, Michael Bienert

Sehr flott erzählt die Regisseurin das aufregende Leben der Agitatorin von der Wiege bis zu ihrer Ermordung und die Geschichte der deutschen Linken im Kaiserreich gleich mit. ... Die dreizehn Schauspieler bewältigen zirka sechzig Rollen und Massenszenen in liebevoll geschneiderten historischen Kostümen (von Barbara Kremer).

 

Der Tagesspiegel, Rüdiger Schaper

Die Hauptdarstellerin Regine Seidler wärmt das Herz. Ihre Frau Dr. Luxemburg bewegt sich ebenso souverän wie anrührend. Sie ist verliebt in die schönen Dinge einer Welt in Flammen. Und sie kann herrisch sein, kalt und entschlossen wie die meisten ihrer Männer, denen es immer nur um die „Sache“ geht. Um Politik, Strategie, Kampf und Ego. Köstlich auch die alten Haudegen Thomas Ahrens (Kautsky) und Dietrich Lehmann (Bebel) ...

 

Berliner Zeitung, Dirk Pilz

Volker Ludwig hat gemeinsam mit Regisseurin Franziska Steiof einen neuen Hit geschrieben. Es ist ein Stück linke Geschichte, verpackt als Stationendrama mit Musik, das detailliert die Lebensgeschichte Luxemburgs verhandelt. Die Songs sorgen dabei für die nötige ironische Brechung und gute Unterhaltung. Schmissig ist die Musik von Thomas Zaufke, fetzig genug die Band No Regrets ... Denn Rosa soll hier als liebender, leidender Mensch sichtbar werden, nicht nur als aufrechte Revolutionärin, die für einen menschlichen Sozialismus streitet. Bei Regine Seidler ist diese Rosa eine beeindruckend kompromisslose, lebenskluge Revoluzzerin, mit der man sofort in den Aufstand ziehen möchte.

 

Ossietzky 02/2009, Ernst Schumacher

Die Aufführung beweist, dass politisches Theater auch sogenannte postsozialistische junge wie ältere Zuschauer sowohl informieren als auch inflammieren kann. Die Hauptrolle der Rosa bewältigt Regine Seidler mit Bravour. In Maske und Kostüm der historischen Figur angenähert, mit einem Bein hinkend, verkörpert sie erotische Hingabe so gut wie agitatorische Beredsamkeit.

 

Nachtkritik, Jan Oberländer

Insgesamt ist der Stoff elegant verknappt. ... Doch Rosa Luxemburg ist in Ludwigs und Steiofs Stück vor allem deshalb eine interessante Figur, weil sie eben keine abstrakte Revolutionsmaschine ist, sondern leidenschaftlich denkt, fühlt und handelt, liebt und leidet, und weil sie ihre Zerrissenheit spürt: „Ich bin kein Symbol, ich bin ein Mensch!“

 

Spielart, Gerhard Heß

Was für eine vielschichtige, lebenspralle Inszenierung, was für eine unerschöpflich wunderbare Heldin! Und eine Aktualität, als hätte Volker Ludwig das Stück erst in der großen Systemkrise der letzten Monate geschrieben! ... Das neue GRIPS-Stück hat das Zeug, mitzureißen und politische Resignation zu verscheuchen: Rosa Luxemburgs leidenschaftliches Engagement gegen alle gesellschaftlichen und persönlichen Fesseln ist heute noch ansteckend.